Imberger Horn

Mit Hund zum Imberger Horn

Ich liebe Bergtouren. Es erfordert zwar etwas Anstrengung und Schweiß bis man oben ist, aber die Ausblicke entschädigen für alles. Außerdem gibt es während der Tour immer wieder etwas zu entdecken und zu sehen. Nach jeder Wegbiegung eröffnen sich neue Ausblicke. Da unser vierbeiniger Freund die Touren auch gut meistern können soll sind Klettererien, Leitern o. ä. nicht möglich. Bei der Suche nach einer geeigneten Tour bin ich anhand Instagram-Fotos und eines Blogbeitrags auf eine Tour zum Imberger Horn bei Bad Hindelang gestoßen. Der Blog las sich sehr interessant und auch die Fotos waren vielversprechend. Also eine passende Tour heraussuchen und für den Urlaub vormerken. Anfang September 2017 war es dann soweit und die Tour auf das Imberger Horn wurde in Angriff genommen. Die vorhandene Tour haben wir ein klein wenig abgeändert (Startpunkt und den Rückweg nicht doppelt). Los ging‘s am Parkplatz Säge kurz vor Hinterstein (Bad Hindelang). Erst gemütlich am Bachlauf entlang bis zu dem Weiler Bruck, ab hier beginnt dann bereits der Anstieg. Durch dichten Wald schlängelt sich der Weg nach oben. Bereits hier gibt es einiges zu sehen. So überquert man über einen Steg einen kleinen Bachlauf in einer kleinen Schlucht. Die erste „Schikane“ für den Hund: der Steg besteht aus einem Gitterrost. Aber der Hundeführer (also ich) ging ohne Zögern weiter, was bleibt dann da dem Hund schon anderes übrig als einfach mit zu laufen? :-) Weiter geht es durch den Wald, vorbei an einem (künstlichen) Weiher. Ein Verlaufen ist nicht möglich, an allen Wegkreuzungen sind Wegweiser aufgestellt. Ups, was steht denn da?!? „Alpine Gefahren“ Was hat das für uns und unsere geplante Rundtour zu bedeuten. Kommen doch noch Passagen, die mit dem Hund nicht zu überwältigen sind? Man wird es sehen, und wir stellen uns schon mal moralisch darauf ein, dass zur Not umgekehrt werden muss. Aber wir sind und bleiben optimistisch, auch die Zeitangabe soll uns nicht stören. Wir haben keine Eile und so geht es gemütlich und stetig den Berg hinauf. Nachdem wir den Wald durchquert haben eröffnet sich ein herrlicher Blick über eine Almwiese hinauf zu den Bergen. Soll das etwa das Ziel unserer Wanderung sein? Überprüfung anhand der Wanderkarte und per App, die die umliegenden Berge anzeigt. Ja, das ist das Imberger Horn - hier geht es hinauf (der kleine mittlere Hügel im Sattel). Weiter geht es über Almwiesen, am Waldrand entlang und immer stetig steil bergauf (wie soll es auch anders sein?). Immer wieder bieten sich herrliche Aus- und Einblicke. Genügend Möglichkeiten, die Natur, die Aussichten zu genießen und dabei wieder etwas Kraft zu sammeln. Der „Gegenverkehr“ nimmt zu und es kommen uns immer mehr Wanderer entgegen, die bereits den Abstieg gewählt haben. Aber klar, zur Bergstation der Hornbergbahn ist es nicht mehr weit. Natürlich kann man die Tour auch abkürzen und einen Teil des Aufstiegs bequem mit der Gondelbahn zurück legen. Aber das kam für uns nicht in Frage. 1. gehört der Aufstieg dazu; 2. wäre Juma (unser Hund) nicht sonderlich begeistert in eine wackelige und enge Gondel einzusteigen. Dann doch lieber laufen. Von der Bergstation bietet sich (mal wieder) ein herrlicher Blick über Bad Hindelang hinüber zum Hirschberg. Die Aussicht genießen, sich freuen, dass man den Aufstieg bis hierher geschafft hat ohne die Gondelbahn zu benutzen. Dann geht‘s aber weiter. Hier oben ist reger Betrieb und nicht wirklich die Ruhe und Idylle, die wir uns bei einer solcher Tour erhoffen. Weiter geht es in Richtung Imberger Horn. Vorerst noch auf breiten Wanderwegen und vorbei an einigen Ausflüglern. Bis ein steiler Pfad abzweigt und rasch an Höhe gewinnt. Schlagartig nimmt die Menschendichte ab und nur noch vereinzelt kommen uns andere Wanderer entgegen. Kurze, enge und felsige Passagen mit Seilsicherungen sind zu überwinden. Aber ansonsten ist der Pfad gut zu gehen. Klar darf man nicht vergessen, dass wir uns hier auf einem Bergpfad befinden, der teilweise eng, steil, rutschig und (je nach Wetterlage) matschig sein kann. Aufpassen muss man (wie immer) auf jeden Fall. Aber der Weg stellt keine größeren Probleme dar. Auch für einen Hund ist das ohne Probleme zu laufen. Immer weiter schraubt sich der Pfad den steilen Hang durch einen Wald hinauf bevor sich der Wald wieder öffnet und man kurz unterhalb des Gipfels steht. Von hier geht es relativ gemütlich weiter, bevor der letzte aber wirklich kurze Aufstieg zum Gipfelkreuz erfolgt. Oben auf 1.655 Metern angekommen - was soll ich sagen? Eine geniale 360°-Aussicht. Auf der einen Seite die Allgäuer Hochalpen, auf der anderen Seite öffnen sich Weitblicke über das schöne Oberallgäu. Es ist einfach traumhaft hier oben zu stehen und diese Ausblicke zu genießen. Natürlich ist hier der beste Platz für ein Picknick. Nur die Wahl des Platzes ist nicht so einfach: will man jetzt in die Hochalpen schauen, oder über das weite Land? Am liebsten auf einen Drehstuhl und sich ständig im Kreis drehen. :-) Nach dem wir die Aussicht und unser Picknick genossen haben, ging es weiter. Der Weg führt wieder hinab vom Gipfel und zieht dann am Grat des Strausbergsattels entlang. Wir erreichen nach ein paar Minuten den etwas tiefer gelegenen Gipfel des Strausberg. Von hier aus geht es immer weiter in gleich bleibender Richtung, immer die beiden Gipfel im Rücken. Alles was wir vorhin mühsam nach oben geklettert sind, geht es jetzt ebenso steil nach unten. Aber auch hier ist der Weg gut zu laufen. An ein, zwei etwas steileren Stellen sind wieder Seilsicherungen angebracht und ein paar Trittstufen angebracht. Aber auch hier besteht zu keiner Zeit eine Schwierigkeit diese zu überwinden, weder für Mensch noch für Hund. Natürlich gilt auch hier wieder das gleiche: Wir befinden uns im Gebirge und somit auf nicht befestigten, geteerten Wegen und die Schritte sollten bedacht gesetzt werden. Aber wie gesagt, alles problemlos zu meistern. (Da war doch noch was mit den „alpinen Gefahren“…. Das waren diese wohl beim Auf- und Abstieg. Aber das ist ja in den Bergen normal.) Nachdem der größte und steilste Abstieg hinter uns liegt erreichen wir den Strausbergsattel. Unsere Tour führt hier nach links ins Rettenschwanger Tal und hinab zum MIttnerhaus. Über Almwiesen, durch Wälder, über Bachläufe führt der Weg immer weiter hinunter. Nach einiger Zeit erreichen wird das Mittnerhaus. Das Haus ist bewirtschaftet und bietet allerlei Vesper, Getränke sowie Buttermilch und eigenen Käse an. Auch wir legen hier eine Rast ein uns genießen ein kühles Getränk und eine leckere Buttermilch. Der Rückweg führt gemütlich durch das Rettenschwanger Tal. Zuerst auf einem Asphalt-Sträßchen, nach einiger Zeit führt unser Weg (hier beginnt unsere Alternative) nach rechts ab. Der Schotterweg führt uns wieder in den Wald hinein in dem uns der Jägersteig, ein Naturpfad, bis hinunter ins Tal zum Ausgangspunkt führt.  Nach rund sechs Stunden erreichen wir wieder den Parkplatz. Eine schöne Tour hoch über zwei Gipfel mit herrlichen Aussichten und gemütlichen Wegen im Tal liegt hinter uns. Wir haben die Wanderung sehr genossen und können sie nur weiter empfehlen - auch an Wanderer mit Hund. Warum ich das immer wieder so hervor hebe? Juma ist teilweise etwas ängstlich und fühlt sich an steilen Stellen mit kurzen Kletterinlagen nicht sicher. Deshalb müssen wir die Touren entsprechend ohne solche „Gefahren“ wählen (was auch uns letztendlich zugute kommt). Leider geht es aus den Tourbeschreibungen nicht immer so eindeutig hervor. Deshalb lag mein Augenmerk bei dem Text auch auf hierauf diese Information zu liefern. Wer sich für diese Tour interessiert, ich habe ein GPX-File der beschriebenen Tour erstellt und stelle sie hier zum Download zur Verfügung. Viel Spaß beim Wandern!

 

Imberger Horn

Mit Hund zum Imberger Horn

Ich liebe Bergtouren. Es erfordert zwar etwas Anstrengung und Schweiß bis man oben ist, aber die Ausblicke entschädigen für alles. Außerdem gibt es während der Tour immer wieder etwas zu entdecken und zu sehen. Nach jeder Wegbiegung eröffnen sich neue Ausblicke. Da unser vierbeiniger Freund die Touren auch gut meistern können soll sind Klettererien, Leitern o. ä. nicht möglich. Bei der Suche nach einer geeigneten Tour bin ich anhand Instagram-Fotos und eines Blogbeitrags auf eine Tour zum Imberger Horn bei Bad Hindelang gestoßen. Der Blog las sich sehr interessant und auch die Fotos waren vielversprechend. Also eine passende Tour heraussuchen und für den Urlaub vormerken. Anfang September 2017 war es dann soweit und die Tour auf das Imberger Horn wurde in Angriff genommen. Die vorhandene Tour haben wir ein klein wenig abgeändert (Startpunkt und den Rückweg nicht doppelt). Los ging‘s am Parkplatz Säge kurz vor Hinterstein (Bad Hindelang). Erst gemütlich am Bachlauf entlang bis zu dem Weiler Bruck, ab hier beginnt dann bereits der Anstieg. Durch dichten Wald schlängelt sich der Weg nach oben. Bereits hier gibt es einiges zu sehen. So überquert man über einen Steg einen kleinen Bachlauf in einer kleinen Schlucht. Die erste „Schikane“ für den Hund: der Steg besteht aus einem Gitterrost. Aber der Hundeführer (also ich) ging ohne Zögern weiter, was bleibt dann da dem Hund schon anderes übrig als einfach mit zu laufen? :-) Weiter geht es durch den Wald, vorbei an einem (künstlichen) Weiher. Ein Verlaufen ist nicht möglich, an allen Wegkreuzungen sind Wegweiser aufgestellt. Ups, was steht denn da?!? „Alpine Gefahren“ Was hat das für uns und unsere geplante Rundtour zu bedeuten. Kommen doch noch Passagen, die mit dem Hund nicht zu überwältigen sind? Man wird es sehen, und wir stellen uns schon mal moralisch darauf ein, dass zur Not umgekehrt werden muss. Aber wir sind und bleiben optimistisch, auch die Zeitangabe soll uns nicht stören. Wir haben keine Eile und so geht es gemütlich und stetig den Berg hinauf. Nachdem wir den Wald durchquert haben eröffnet sich ein herrlicher Blick über eine Almwiese hinauf zu den Bergen. Soll das etwa das Ziel unserer Wanderung sein? Überprüfung anhand der Wanderkarte und per App, die die umliegenden Berge anzeigt. Ja, das ist das Imberger Horn - hier geht es hinauf (der kleine mittlere Hügel im Sattel). Weiter geht es über Almwiesen, am Waldrand entlang und immer stetig steil bergauf (wie soll es auch anders sein?). Immer wieder bieten sich herrliche Aus- und Einblicke. Genügend Möglichkeiten, die Natur, die Aussichten zu genießen und dabei wieder etwas Kraft zu sammeln. Der „Gegenverkehr“ nimmt zu und es kommen uns immer mehr Wanderer entgegen, die bereits den Abstieg gewählt haben. Aber klar, zur Bergstation der Hornbergbahn ist es nicht mehr weit. Natürlich kann man die Tour auch abkürzen und einen Teil des Aufstiegs bequem mit der Gondelbahn zurück legen. Aber das kam für uns nicht in Frage. 1. gehört der Aufstieg dazu; 2. wäre Juma (unser Hund) nicht sonderlich begeistert in eine wackelige und enge Gondel einzusteigen. Dann doch lieber laufen. Von der Bergstation bietet sich (mal wieder) ein herrlicher Blick über Bad Hindelang hinüber zum Hirschberg. Die Aussicht genießen, sich freuen, dass man den Aufstieg bis hierher geschafft hat ohne die Gondelbahn zu benutzen. Dann geht‘s aber weiter. Hier oben ist reger Betrieb und nicht wirklich die Ruhe und Idylle, die wir uns bei einer solcher Tour erhoffen. Weiter geht es in Richtung Imberger Horn. Vorerst noch auf breiten Wanderwegen und vorbei an einigen Ausflüglern. Bis ein steiler Pfad abzweigt und rasch an Höhe gewinnt. Schlagartig nimmt die Menschendichte ab und nur noch vereinzelt kommen uns andere Wanderer entgegen. Kurze, enge und felsige Passagen mit Seilsicherungen sind zu überwinden. Aber ansonsten ist der Pfad gut zu gehen. Klar darf man nicht vergessen, dass wir uns hier auf einem Bergpfad befinden, der teilweise eng, steil, rutschig und (je nach Wetterlage) matschig sein kann. Aufpassen muss man (wie immer) auf jeden Fall. Aber der Weg stellt keine größeren Probleme dar. Auch für einen Hund ist das ohne Probleme zu laufen. Immer weiter schraubt sich der Pfad den steilen Hang durch einen Wald hinauf bevor sich der Wald wieder öffnet und man kurz unterhalb des Gipfels steht. Von hier geht es relativ gemütlich weiter, bevor der letzte aber wirklich kurze Aufstieg zum Gipfelkreuz erfolgt. Oben auf 1.655 Metern angekommen - was soll ich sagen? Eine geniale 360°-Aussicht. Auf der einen Seite die Allgäuer Hochalpen, auf der anderen Seite öffnen sich Weitblicke über das schöne Oberallgäu. Es ist einfach traumhaft hier oben zu stehen und diese Ausblicke zu genießen. Natürlich ist hier der beste Platz für ein Picknick. Nur die Wahl des Platzes ist nicht so einfach: will man jetzt in die Hochalpen schauen, oder über das weite Land? Am liebsten auf einen Drehstuhl und sich ständig im Kreis drehen. :-) Nach dem wir die Aussicht und unser Picknick genossen haben, ging es weiter. Der Weg führt wieder hinab vom Gipfel und zieht dann am Grat des Strausberg- sattels entlang. Wir erreichen nach ein paar Minuten den etwas tiefer gelegenen Gipfel des Strausberg. Von hier aus geht es immer weiter in gleich bleibender Richtung, immer die beiden Gipfel im Rücken. Alles was wir vorhin mühsam nach oben geklettert sind, geht es jetzt ebenso steil nach unten. Aber auch hier ist der Weg gut zu laufen. An ein, zwei etwas steileren Stellen sind wieder Seilsicherungen angebracht und ein paar Trittstufen angebracht. Aber auch hier besteht zu keiner Zeit eine Schwierigkeit diese zu überwinden, weder für Mensch noch für Hund. Natürlich gilt auch hier wieder das gleiche: Wir befinden uns im Gebirge und somit auf nicht befestigten, geteerten Wegen und die Schritte sollten bedacht gesetzt werden. Aber wie gesagt, alles problemlos zu meistern. (Da war doch noch was mit den „alpinen Gefahren“…. Das waren diese wohl beim Auf- und Abstieg. Aber das ist ja in den Bergen normal.) Nachdem der größte und steilste Abstieg hinter uns liegt erreichen wir den Strausbergsattel. Unsere Tour führt hier nach links ins Rettenschwanger Tal und hinab zum MIttnerhaus. Über Almwiesen, durch Wälder, über Bachläufe führt der Weg immer weiter hinunter. Nach einiger Zeit erreichen wird das Mittnerhaus. Das Haus ist bewirtschaftet und bietet allerlei Vesper, Getränke sowie Buttermilch und eigenen Käse an. Auch wir legen hier eine Rast ein uns genießen ein kühles Getränk und eine leckere Buttermilch. Der Rückweg führt gemütlich durch das Rettenschwanger Tal. Zuerst auf einem Asphalt- Sträßchen, nach einiger Zeit führt unser Weg (hier beginnt unsere Alternative) nach rechts ab. Der Schotterweg führt uns wieder in den Wald hinein in dem uns der Jägersteig, ein Naturpfad, bis hinunter ins Tal zum Ausgangspunkt führt.  Nach rund sechs Stunden erreichen wir wieder den Parkplatz. Eine schöne Tour hoch über zwei Gipfel mit herrlichen Aussichten und gemütlichen Wegen im Tal liegt hinter uns. Wir haben die Wanderung sehr genossen und können sie nur weiter empfehlen - auch an Wanderer mit Hund. Warum ich das immer wieder so hervor hebe? Juma ist teilweise etwas ängstlich und fühlt sich an steilen Stellen mit kurzen Kletterinlagen nicht sicher. Deshalb müssen wir die Touren entsprechend ohne solche „Gefahren“ wählen (was auch uns letztendlich zugute kommt). Leider geht es aus den Tourbeschreibungen nicht immer so eindeutig hervor. Deshalb lag mein Augenmerk bei dem Text auch auf hierauf diese Information zu liefern. Wer sich für diese Tour interessiert, ich habe ein GPX-File der beschriebenen Tour erstellt und stelle sie hier zum Download zur Verfügung. Viel Spaß beim Wandern!